Adventskalender

Achtsamer Advent: Tag 14

Adventskalender von www.achtsam-engagiert.de Tag 12 für mehr Achtsamkeit, Ruhe und Entspannung.

Schreibe einen Wunschzettel

Als Kind habe ich immer einen großen, bunten Wunschzettel gebastelt. Dafür hat meine Mutter mir einen roten Pappkarton mitgebracht und ich habe darauf eine Collage geklebt, die aus zahlreichen Prospekt-Schnipseln bestand. Auf den Prospekt-Schnipseln waren verschiedene Spielzeuge, Bücher, Hörspiele und andere tolle Sachen zu sehen, die ich mir zu Weihnachten gewünscht habe. Und mit ein wenig Glück habe ich dann ein paar Wochen später das Spiel oder das Buch in den Händen gehalten, das ich zuvor nur im Prospekt gesehen und mir so dringend gewünscht habe.

Kultiviere die Vorfreude

„Man muss immer etwas haben, worauf man sich freut“, sagt Eduard Mörike. Aber wie sieht das mittlerweile für uns Erwachsene aus? Heute können wir uns viele materielle Wünsche selbst erfüllen und zwar sofort. In Zeiten von Overnight-Express-Lieferungen müssen wir uns nicht mal mehr einen Tag lang gedulden. Wir sind durch unseren Konsum übersättigt in unserer Wunscherfüllung. „Weihnachten ist die große Zeit des Zuviel“, urteilt da auch ganz treffend James Henry Leigh Hunt.

Viel schöner finde ich es daher, sich auch als Erwachsener einen Wunschzettel zu basteln und zwar mit nicht-materiellen Wünschen – auch bekannt als „Bucket List“. Stelle dir dafür folgende Fragen:

Schreib einen richtigen Wunschzettel (Bucket-List)

  • Was willst du noch unbedingt erleben? (z. B. eine Heißluftballonfahrt)
  • Was willst du noch unbedingt sehen? (z. B. Polarlichter, einen bestimmten Film)
  • Was willst du noch unbedingt erfahren oder lernen? (z. B. Spanisch lernen)
  • Welche Städte oder Länder willst du bereisen? (bei mir gerade hoch im Kurs: Hawaii)
  • Was wolltest du immer schonmal tun, und hast es bisher nie getan? (z. B. ins Ausland ziehen, jemanden um Verzeihung bitten)
  • Welche Herausforderung willst du meistern? (z. B. Marathon laufen, 10 Tage Handy-Detox)

Wichtig ist, dass du deine Bucket List nicht wie eine To-Do-Liste behandelst, die du stumpf von oben nach unten „abarbeitest“. Es ist eine Liste voller Ziele und Wünsche, die durchaus auch in der Ferne liegen können. Diese Form von Wunschzettel schürt die Vorfreude und hilft dir zugleich, dich auf diese Ziele zu fokussieren, um sie dann auch irgendwann zu erreichen.

Wenn du Lust hast, kannst du deine Bucket List auch als Collage basteln (genauso wie ich es als Kind mit meinem Wunschzettel gemacht habe). Das nennt sich dann Vision Board und ist auch eine ganz wundervolle Methode, die eigenen Ziele und Wünsche zu visualisieren und sichtbar aufzuhängen.

Ich wünsche dir viel Freude bei dieser Aufgabe und beim Visualisieren deiner Ziele!

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