Mindset und Selbstvertrauen

Gut? Schlecht? Die Dinge so nehmen, wie sie kommen

Das Bild zeigt zwei visualisierte Menschen. Eines denkt an ein Pferd und das andere denkt an das Yin und Yang-Symbol. Das Bild steht für die Paralbel vom Glück im Unglück. Visualiert von achtsam-engagiert.de

Die aktuelle Corona-Krise fordert uns alle sehr heraus: Seit Wochen steht unser normales Leben irgendwie still. Neue Wörter haben sich nun in unseren Alltagsgebrauch eingeschlichen: Community-Masken, Risikogruppe, Herdenimmunität und so manch einer nimmt ganz selbstverständlich Fachbegriffe wie Aeorosol oder Polymerase-Kettenreaktion in den Mund. Nicht nur unser Sprachgebrauch ändert sich.

Auswirkungen von Corona – gut oder schlecht?

Klar ist, unser Leben wird noch eine ganze Weile nicht zu dem zurückkehren, was wir früher Normalität genannt haben. Statt Dienstreisen wird es auch in Zukunft Skype-Konferenzen geben. Privat werden wir erstmal innerhalb Deutschlands verreisen, was im übrigen unglaublich viele sehenswerte Ecken bietet. Der höfliche Händeschlag wird womöglich komplett verschwinden. Einige große wie kleine Unternehmen werden sich leider nicht wieder von den Einschränkungen berappeln können. Es wird Kündigungen geben. Viele werden Existenzängste plagen – wirtschaftliche wie gesundheitliche. Denn noch gibt es keinen Impfstoff. Wie lange wird das so gehen? Wann hört es auf? In seinem mittlerweile viral gegangenen Artikel „Die Welt nach Corona“ skizziert der Publizist Matthias Horx ein Zukunftszenario und findet auch eine Antwort auf die oben genannten Fragen:

„Ich werde derzeit oft gefragt, wann Corona denn „vorbei sein wird”, und alles wieder zur Normalität zurückkehrt. Meine Antwort: Niemals.“

Matthias Horx

Glück im Unglück: Die positiven Seiten der Krise

Aber ist das jetzt eine gute oder eine schlechte Antwort? Was bedeutet das für uns? Das Bild, das Horx skizziert, birgt viel Gutes. Hier ein paar Beispiele:

  • Wir lernen, wie entscheidend die Veränderung von sozialen Verhaltensformen ist.
  • Die Krise hat unseren Humor und vor allem unsere Mitmenschlichkeit gestärkt.
  • Der CO2-Ausstoß sinkt und die Natur kann aufmatmen.

Wie wenig wir einschätzen können, ob eine Situation für uns sich als gut oder schlecht erweist, zeigt auch die folgende Parabel aus dem Huainanzi (Für die Originalversion schau mal auf Wikipedia).

Gut oder schlecht? Wer weiß das schon. Eine Parabel

Die Geschichte handelt von einem jungen Bauern, dessen Pferd eines Tages fortlief. Alle Leute bedauerten ihn dafür. Sein Vater aber sagte: „Wer weiß, ob das nicht Glück bringen wird?“.

Einige Zeit später kam das Pferd zurück und brachte eine ganze Herde Wildpferde mit. Die Leute konnten ihren Augen kaum trauen und beglückwünschten den jungen Bauern zu so viel Glück. Sein Vater aber sprach zu ihm: „Wer weiß, ob das nicht Unglück bringen wird?

Der junge Bauer liebte das Reiten und stieg auf eines der Pferde, welches ihn sofort abwarf. Dabei brach er sich das Bein. Von den Leuten wurde er sehr bedauert, ob dieses Pechs, aber sein Vater sagte zu seinem Sohn: „Wer weiß, ob das nicht Glück bringen wird?“.

Der weise Vater sollte recht behalten, denn wenig später brach ein Krieg aus und alle jungen Männer wurden eingezogen, nur der Sohn aufgrund seines gebrochenen Beines nicht.

Und so lautet die Quintessenz der Parabel:

Daher: Unglück bewirkt Glück und Glück bewirkt Unglück. Dieses passiert ohne Ende und niemand kann es abschätzen.

Vom Glück im Unglück und umgekehrt

Glück gibt es also in jedem Unglück und umgekehrt genauso. Ob etwas gut ist oder schlecht ist, können wir zwar aus der Situation heraus für uns beurteilen, aber auf lange Sicht kann sich diese Einschätzung nochmal ändern. Und ganz passend dazu resümiert Matthias Horx auch in seinem Artikel:

„Wandel beginnt als verändertes Muster von Erwartungen, von Wahr-Nehmungen und Welt-Verbindungen. Dabei ist es manchmal gerade der Bruch mit den Routinen, dem Gewohnten, der unseren Zukunfts-Sinn wieder freisetzt. Die Vorstellung und Gewissheit, dass alles ganz anders sein könnte – auch im Besseren.“

Matthias HOrx

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