Achtsamkeit und Balance

Bist du in der Balance? Mit diesen 4 Schritten findest du es heraus

4 Schritte zu einer guten Work-Life-Balance

Wer wünscht es sich nicht? Ein ausgeglichenes Leben oder Neudeutsch: eine gute Work-Life-Balance. Aber was bedeutet das eigentlich konkret? Wann bist du in der Balance und wann schlägt die Waage zur falschen Seite aus? Hier im Norden fordern wir: Butter bei die Fische! Und genau das soll es jetzt geben. Heute stelle ich dir eine Übung vor, wie du dich ganz strukturiert der Frage nähern kannst: Ist mein Leben ausgeglichen?

1. Das Brainstorming

Nimm dir für die erste Übung ein Blatt Papier. Schreibe darauf alle Aufgaben und Pflichten, denen du dich in einer Durchschnittswoche in deinem Alltag stellen musst, wie z. B. Arbeit, Wäsche waschen, den Kindern bei den Hausaufgaben helfen, Rasen mähen und so weiter und so fort. Schreibe aber ebenso deine Hobbies auf, wie z. B. joggen, lesen, mit Freunden treffen, malen und so weiter. Hänge am besten für ein paar Tage die Liste irgendwo in deiner Wohnung auf, wo du sie oft siehst. So wirst du immer wieder daran erinnert und kannst noch Punkte ergänzen, die dir beim ersten Brainstorming nicht eingefallen sind.

2. Das Eckige muss ins Runde

Nimm dir ein neues Blatt Papier. Male darauf einen großen Kreis. Der Kreis symbolisiert die Zeit, die dir zur Verfügung steht. Das bedeutet: Die gesamte Zeit, in der du wach bist. Dabei geht es um einen Durchschnitt. Betrachte daher eher eine Woche als einen Tag. Nun nimm dir beide Listen und schaue deine Notizen an. Wie viel Zeit und Aufmerksamkeit schenkst du den jeweiligen Aktivitäten?  Übertrage die Aktivitäten nun in den Kreis. Dabei soll das Stückchen besonders groß sein, wenn es viel Zeit einnimmt und eher schmal, wenn du wenig Zeit dafür aufbringst.

3. Energieräuber oder Energiegeber?

Nun hast du einen Kreis, der dir die durchschnittliche Verteilung deiner Aufgaben, Interessen und Pflichten zeigt. Jetzt geht es ans Eingemachte: Stell dir bei jeder Aktivität die Frage: Gibt oder raubt sie mir Energie? Entlastet oder belastet sie mich? Gibt sie mir ein gutes oder ein eher schlechtes Gefühl? Macht sie mir Druck oder entspannt sie mich?

Spüre wirklich in dich hinein und sei ehrlich. Ist der Sprachkurs wirklich ein energetisierendes Hobby oder setzt du dich damit unter Druck, weil du allwöchentlich neue Vokabeln lernen musst? Je ehrlicher du bist, desto eher kannst du Energieräuber entlarven. Umgekehrt könnte sich aber genauso die Pflicht des Rasenmähens als die Chance zum „einfach mal den Kopf abschalten“ entpuppen.

Vergebe nun eine Farbe für die positiven Energiegeber und eine Farbe für die eher belastenden Bereiche deines Lebens. Übrigens: Eine Aktivität kann auch durchaus beides sein. So kann dich deine Arbeit zwar unglaublich anstrengen, aber auch in einem sehr positiven Sinne pushen. Vielleicht unterteilst du die Aktivität dann nochmal in sich und malst ein Stück in der einen und ein Stück in der anderen Farbe.

4. Auf der Waagschale

Und nun schau dir das Gesamtergebnis einmal an. Wie ist die Farbverteilung? Dominieren die Energiegeber oder die Energieräuber? Wenn es ungefähr im Gleichgewicht ist: Herzlichen Glückwunsch: Du bist in der Balance! Wenn das Verhältnis jedoch nicht stimmt und die Energieräuber überwiegen, lohnt sich ein genauerer Blick. Warum hast du diese Aktivität in dieser Farbe markiert? Was konkret belastet dich daran? Und wie kannst du für einen besseren Ausgleich sorgen? Da der Kreis deine dir verfügbare Zeit zeigt, kannst du nicht einfach schöne Aktivitäten on top packen, denn der Kreis ist ja bereits voll. Daher solltest du dein Augenmerk vor allem darauf richten, wie du den Anteil der negativen Aktivitäten reduzieren bzw. den positiven Anteil daran maximieren kannst. Und manchmal kann es auch heilsam sein, eine Aktivität wie bspw. den stressigen Sprachkurs ganz aus deinem Leben zu streichen. Das schafft Raum für eine sowieso bereits liebgewonnene Aktivität oder vielleicht auch für etwas, das bisher noch ganz in deinem Leben fehlt.

Mit diesen vier Schritten kommst du deiner Balance hoffentlich näher. Und wenn du anderen mit deinen Balance-Tipps helfen möchtest, dann schreibe gern im Kommentar, welche Aufgaben dir am meisten Energie schenken. Was kannst du besonders empfehlen? Waren für dich auch Überraschungen wie z. B. Rasenmähen dabei? Ich bin gespannt auf deine Erkenntnisse!

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